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  Bergchamäleons
 



Bergchamäleons

lat. chamaeleo montium / trioceros montium



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Kurzbeschreibung:

Das Bergchamäleon kommt nur in Kamerun in Höhen von 500-1200m vor. C.Montium lebt meist in Bodennähe, bevorzugt in Sträuchern oder Elefantengras. 
Die auffälligsten Merkmale der männlichen Tiere sind die beiden "echten Hörner" sowie das Rücken- und Schwanzsegel. Die Grundfärbung ist ein kräftiges Hell- bis Dunkelgrün mit mehr oder weniger Türkis-Anteil, über den Körper verläuft schräg ein gelbliches Band. Die Weibchen haben weder Hörner (nur kleine Kegelschuppen auf der Schnauzenspitze) noch das imposante Segel.
Mit ca. 25 cm Gesamtlänge zählt das Bergchamäleon zu den mittelgroßen Chamäleonarten, die Weibchen bleiben etwas kleiner.
Dieses optisch sehr attraktive Chamäleon wird recht selten gehalten und erfordert eine etwas andere Haltung als die anderen afrikanischen Hochlandchamäleons z.B. C.Jacksonii, C.Quadricornis, C.Johnstonii, usw.

Die Tiere stehen unter Artenschutz - Anhang B - und müssen bei der unteren Landschaftsbehörde gemeldet werden.


Haltung:

C.Montium ist ein ruhiges und wenig aggressives Chamäleon, eine Haltung als Pärchen oder in einer Gruppe ist durchaus möglich. Die Terrariengröße sollte mind. 80x50x80 cm betragen. Im Gegensatz zu den o.g. afrikanischen Hornchamäleons hält man das Bergchamäleon am besten nicht in einem luftdurchlässigen Gazebehälter, sondern in einem Glas- oder Holzterrarium mit ganz normalen Luftschlitzen vorne und oben. Die Tiere benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit und somit einen langsameren Luftaustausch. Die Einrichtung sollte aus vielen Kletterästen in vers. Stärken und lebenden Pflanzen bestehen. Als Bodeneinstreu eignet sich z.B. Humus. Bei eierlegenden Weibchen sollte dieser in eine Ecke des Terrariums mind. 10cm angehäuft werden.

Aufgrund ihrer Herkunft und ihrer Lebensweise in Bodennähe mögen sie weder sehr helles Licht noch zu hohe Temperaturen. Abundzu kann man die Männchen beobachten, wie sie tagsüber kleine Gruben buddeln und sich in die kühle und feuchte Erde legen. Idealerweise wird das Becken nur über einen kleinen Spot o.ä. beleuchtet und beheizt. Optimale Werte sind tagsüber zwischen 22-26 Grad mit 70% Luftfeuchtigkeit und nachts 15-18 Grad bei annähernd 80-100% Luftfeuchtigkeit. Die Nachtabsenkung ist bei dieser Art sehr wichtig, auch Temperaturen von unter 10 Grad werden von dem Bergchamäleon toleriert. 
Eine kühle Haltung wirkt sich positiv auf die Farbintensität, Vitalität, Paarungsbereitschaft und Lebenserwartung aus.



 
 
Ernährung:

Als Futter eignen sich Insekten in entsprechender Größe (Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Fliegen, usw.). Alle Futtertiere müssen täglich mit speziellen Vitamin- und Kalziumzugaben aufgewertet werden. Mehlwürmer, Zophobas oder Wachsmottenlarven führen bei übermäßiger Fütterung schnell zur Verfettung.  
Wasser nehmen die Tiere über das tägliche Besprühen bzw. dem Morgentau sowie über die Futtertiere auf. Zusätzlich kann man den Reptilien auch über eine Tropftränke oder per Hand mit einer Plastikpipette Wasser verabreichen. Stehendes Wasser wird von Chamäleons selten registriert.


Zucht:

Nach erfolgreicher Befruchtung, vergräbt das Weibchen die Eier in einem leicht feuchten Erde-Sand-Gemisch. Die Gelege sind recht klein, meist zwischen 4-10 Eier. Wir inkubieren die Eier bei einer konstanten Temperatur zwischen 22 und 24 Grad. Die Jungtiere schlüpfen dann nach 4-5 Monaten und werden bei uns in der Gruppe aufgezogen. Die Kleinen sind sofort selbständig. Sie fressen und trinken bereits nach wenigen Stunden.



Bilder:



unser Männchen "Monti"



 
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