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  Zwergbartagamen
 



Zwergbartagamen

lat. pogona henrylawsonii
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Kurzbeschreibung:

Zwergbartagamen stammen aus den Wüstengebieten Australiens. Der namensgebende Bart ist allerdings bei den Zwergen kaum ausgeprägt. Auch sind die Tiere schlanker gebaut und teilweise kontrastreicher gefärbt als „normale“ Bartagamen. Die Grundfarbe ist meist bräunlich. Verschiedene Farbvarianten, wie bei ihren großen Verwandten, sind mir noch nicht bekannt.
Die Tiere erreichen eine Gesamtlänge von 25-30 cm, wobei ungefähr die Hälfte auf den Schwanz entfällt. Männchen sind etwas größer und kräftiger gebaut. Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere mit ca. einem Jahr. Die Lebenserwartung liegt bei über 10 Jahren.


Haltung:

Für eine kleine Gruppe Zwergbartagamen sollte das Wüstenterrarium mindestens 100x50x50 cm haben. Da die Tiere gerne klettern sollte das Becken dreidimensional eingerichtet werden. Dazu eignen sich z.B. Steinaufbauten (Achtung: stabil auf dem Terrarienboden aufbauen, da die Agamen gerne graben und die Aufbauten unterhöhlen könnten), Wurzeln oder Korkröhren. Die Seiten- und Rückwände kann man zudem mit Terrarienzement bearbeiten, um den Tieren weitere Klettermöglichkeiten und Sonnenplätze zu bieten. Als Bodengrund sollte Sand verwendet werden, den man mit etwas Lehm vermischen kann. Lebendige Pflanzen sind aufgrund des Nahrungsspektrums leider nicht zu empfehlen.
Zwergbartagamen sind Gruppentiere und sollten mindestens als Pärchen oder als kleine Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen gehalten werden. Adulte Männchen sind meist unverträglich.
Alle Bartagamen brauchen ein sehr warmes und trockenes Wüstenklima. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 30-35 Grad, unter dem Spot sogar 45-50 Grad. Wichtig ist ein Temperaturgefälle im Terrarium, d.h. man sollte einen starken Spot auf eine Seite machen. So entstehen mehrere Temperaturbereiche und auch etwas kühlere Ecken. Nachts sollten die Temperaturen auf ca. 18-20 Grad sinken. Sehr wichtig ist eine hohe Versorgung durch UV Licht. Wir benutzen, genauso wie für unsere Chamäleons, eine UV Power Sun. Diese Lampen sind zwar teuer in der Anschaffung, geben aber im Gegensatz zu Leuchtstoffröhren einen hohen UV-Anteil über viele Monate hinweg ab. Eine zusätzliche Bestrahlung mit einer Ultra Vitalux mehrmals in der Woche entfällt somit komplett. Ergänzt wird bei uns der Spot mit 3 Möbelstrahlern. Die Beleuchtungsdauer sollte zwischen 12-14 Stunden liegen. Abends sollte das Becken alle 2-3 Tage mit lauwarmen Wasser übersprüht werden.
Im Herbst (meist Oktober/ November) werden die Tiere deutlich inaktiver und kündigen ihre Bereitschaft für die Winterruhe an. Die Beleuchtungsdauer und somit die Temperatur sollte langsam reduziert werden. Die Zwergbartagamen stellen das Fressen ein und ziehen sich in dunklere und kühlere Ecken zurück. Bevor man die Beleuchtung ganz abschaltet sollten die Tiere in lauwarmen Wasser gebadet werden um den Darm vollständig zu entleeren. Bei Zimmertemperatur ruhen die Agamen 2-3 Monate. Im Frühjahr sollte dann wieder langsam die Beleuchtung eingeschaltet und die Temperatur erhöht werden. 
 
 
Ernährung:

Im Gegensatz zu ihren größeren Verwandten, ernähren sich Zwergbartagamen überwiegend von Insekten aller Art. Gefüttert werden können z.B. Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Zophobas, Mehlwürmer, usw. Alle Futterinsekten sollten mit Calcium-, Mineral- und Vitaminpräperaten im Wechsel bestäubt werden. Zusätzlich sollte man viel Grünfutter anbieten, z.B. vers. Salate, geriebene Bio Möhren, Gurken, Paprika, Apfel, Löwenzahn, …. Aufgrund der trägeren Lebensweise adulter Tiere sollten Fastentage eingelegt werden und fettreiche Insekten (Zophobas, Mehlwürmer, Wachsmotten, usw.) gemäßigt verfüttert werden.
Für den Wasserbedarf sollte immer eine Schale mit frischem Wasser zur Verfügung stehen. Da die Agamen auch gerne darin baden und teilweise auch Kot absetzen, sollte das Wasser entsprechend oft erneuert werden.


Zucht:

Nach Beendigung der Winterruhe im Frühling werden die Zwergbartagamen aktiv und das Männchen beginnt mit der Balz. Nach erfolgreichen Paarung gräbt das Weibchen ….. Im Durchschnitt legt das Weibchen ca. xx-xx Eier. Die Eier werden bei xx Grad zwischen xx-xx Tage lang inkubiert.
Die Jungtiere sind etwa xx lang, selbstständig und sehr aktiv. Die Aufzucht in der Gruppe bereitet kaum Probleme. Die kleinen Agamen werden mit Insekten entsprechend ihrer Größe und Grünfutter gefüttert und wachsen recht schnell.

Die Geschlechter lassen sich bei den Jungtieren nicht bestimmen, erst im subadulten bis adulten Alter sind die Geschlechtsmerkmale deutlicher zu erkennen.


Bilder:







 

 

 
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